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Geburtsort: Laupheim Jahrgang: 1977 Ausbildung: Schauspielausbildung an der Reduta Berlin Abschluss Februar 2007 Gespielte Rollen: Sie aus "Lederfresse" von H. Krausser - Medea aus "Medea" von Euripides - Fleischerfrau aus "Die Schlacht" von H. Müller - Dorine aus "Tartuffe" von Moliere - Die Frau auf dem Sockel aus "Aus dem Wortschatz unserer Kämpfe" von M. Walser - Pam aus "Gerettet" von E. Bond - Lady Macbeth aus "Macbeth" von Shakespeare - Minna von Barnhelm aus "Minna von Barnhelm" von Lessing - Tischler aus "Andorra" von M. Frisch - 4.48 Psychose von S. Kane
Engagements: Freie Theaterproduktion Lederfresse von Helmut Krausser unter Mario Dircks Besondere Fähigkeiten: Gesang ( Stimmlage Alt), sehr gute Improvisationsfähigkeit, Akrobatik, gutes Rhythmusgefühl, was sich auch extrem im Tanz auswirkt, großes tänzerisches Talent, ich bin in der Lage schnell Tänze zu lernen, sie umzusetzen oder selbst zu choreographieren
Warum bist Du Schauspieler geworden? Aus Passion; zu Schauspielen war schon immer mein Kindheitstraum, und da ich ein Typ Mensch bin, der in seinem Leben alle Träume lieber lebt, als sie nur zu träumen, musste auch dieser Traum erfüllt werden. Außerdem kann man ja nur in Dingen wirklich gut sein, die man aus dem Herzen macht, darum bin ich nun endlich Schauspielerin! Was ist Deine spannendste Theatererfahrung? Meine spannendste Erfahrungen waren die Medea und die 4.48 Psychose von Sarah Kane zu spielen, da ich sehr viel Wert darauf lege, mich so richtig tief in meine Rollen hineinzudenken und zu fühlen, und diese beiden Rollen ließen mich Extreme erfahren, die ich immer mit ein wenig Angst in meinem Herzen durchschritt, während ich sie spielte. Was ist Deine größte Sehnsucht / Angst? Meine größte Sehnsucht ist endlich fest an einem Theater zu spielen. Zu spielen, zu spielen, zu spielen. Meine größte Angst ist das Versagen. Klar muss ich mir zugestehen, dass ich nur ein Mensch bin, doch bin ich zum Perfektionismus und dazu immer den anderen gerecht zu werden, erzogen worden, was mich oft wahnsinnig mach, und mir ein schlechtes Gewissen sozusagen immer auf den Hals hetzt, denn man kann es ja eigentlich nie allen recht machen. Was kannst Du nicht? Klingt komisch, aber ich kann nicht lügen und sofort aus mir herausgehen. Ich bin sozusagen in meinem Privatleben ziemlich introvertiert. Wie heißt Dein Lieblingsautor, Dein Lieblingsmaler und Deine Lieblingsinszenierung? Momentan ist mein Lieblingsautor Andrea de Carlo, allerdings kann ich mich bei Literatur schlecht festlegen, da mich meine Neugier dazu treibt immer wieder Neues zu lesen und es toll zu finden. Mein Lieblingsmaler ist Picasso, seit ich ein paar Bilder auf der MOMA gesehen habe und mir das Herz bis zum Hals schlug. Meine Lieblingsinszenierung war Volpone von Dimiter Gotscheff am DT Freie Selbstdarstellung: Ich, Stephanie Blass, lebe fürs Schauspiel. Für mich gibt es nur das, und ich glaube, dass ich in der Tat keinen anderen Beruf so machen und vor allem leben könnte. Denn ich lebe auf der Bühne. In der Privatwelt eher unscheinbar und introvertiert, kann ich auf der Bühne aufleben und alles herauslassen, was in mir steckt. Durch meine Erziehung, in der man mir vordergründig beibrachte erst für andere zu denken, was ja im Leben keinesfalls gut und für sich selbst erfüllend ist, kann ich mich fantastisch und schnell in andere Figuren hineinlesen und sie interpretieren. Ich habe mir sozusagen diese Eigenschaft zum Vorteil gemacht. Außerdem kann ich auf der Bühne sein wie ich will, das heißt für mich, ich habe für mich einen Ort gefunden, auf dem ich „die Sau herauslassen“ kann, und nicht durch anerzogenen Konventionen gebremst werde, bzw. gebremst werden kann. Schauspiel ist meine Freiheit. In letzter Zeit wurde ich öfters für Filme engagiert, doch ist die Bühne mein Traum und meine Sehnsucht. Und nur dort möchte ich hin.
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